Geschichte 2

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Mit Bockwurst und Kartoffelsalat fing es an

“Unsere Angebote wurden sehr gut angenommen” erinnert sich Anne Harms noch sehr genau, um dann mit einem sympathischen Lächeln aus der ersten Speisekarte zu zitieren: “Bockwurst mit Kartoffelsalat”, ”Bratwurst mit Kartoffelsalat” und “Mockturtel” waren die ersten “Renner”.

Neben den Hausgästen kamen auch vermehrt andere Urlaubsgäste in die Gaststätte, die natürlich den Namen “Zur alten Schmiede” erhalten hatte. Die Getränke- und Speiseangebote wuchsen und schon bald war das Speiselokal in der umgebauten alten Schmiede längst schon kein Geheimtip mehr.

Dazu gesellten sich nun die Mitglieder aus den verschiedenen Klootschießer- und Boßelervereinen aus Esens und Moorweg, denn ihre traditionellen Wurfstrecken in Richtung Dunum beziehungsweise in Richtung Neuharlingersiel durften wegen dem stark zunehmenden Verkehrsaufkommen nicht mehr für den Friesensport genutzt werden. Dafür konnte der Nationalsport der Ostfriesen aber auf der “Hartwarder Straße” durchgeführt werden, was der Gaststätte als neues Vereinslokal vermehrt einheimische Gäste bescherte.

 

Im Jahre 1977, also immerhin vor nunmehr über 30 Jahren, erfuhr die Gaststätte mit Restaurant “Zur alten Schmiede” wohl seine größte Um- und Neubauphase und erreichte den Zustand, der auch heute noch bei den Gästen sehr gefragt ist. Auch wurde in diesem Jahr die großzügig zugeschnittene Parkfläche am Haus angelegt.

Fortan war das Haus, nicht nur wegen seiner Boßelstrecke vor der Tür, ein begehrtes Anlaufziel für Kohlpartien oder dem Snirtjebraa essen, also Gerichte, die besonders gut in großer Gesellschaft schmecken.

Aber auch auf Geburtstage und Familienfeiern aller Art sowie Betriebsfeiern oder das “Rosenmontags-Treiben” richtete sich die Familie Harms mit ihrem stets exklusiven und individuellen Angeboten ein und so konnte es sein, dass die ein oder andere Gesellschaft auch zum Feiern in die private Wohnstube von Anne und Johannes Harms ausweichen musste, da alle Räumlichkeiten belegt waren.

Die Gäste aus Nah und Fern schätzen seit jeher die “gutbürgerliche Küche”, wo es neben einer Vielzahl an Fischvariationen auch die “Updrögt Bohnen” oder die “Steckrüben” als schmackhafte Gerichte gibt. “Hausmannskost eben”, so Anne Harms, die nach der zusätzlichen Anpachtung des “Schützenhuus”, dem Domizil der Esenser Schützencompagnie, es nie für möglich gehalten hätte, dass sie fortan an manchen Tagen Grünkohlessen für fast 250 Personen kochen mussten.

Wie ihre Mutter Anne Harms, ist auch Ellen Freese sehr früh in den Betrieb “hineingewachsen”, wie sie selber sagt. So war es für die Eltern schon früh klar, dass ihre Tochter einmal die Nachfolge antreten sollte, da ihr Sohn Jan-Dietmar nicht in die Fußstapfen trat und einen anderen Beruf erlernte. 

 Nach der Schulzeit erlernte sie im Auricher “Piquerhof” den Beruf der Köchin, um dann gleich im Anschluss mit der Mutter zusammen die Küchenleitung im elterlichen Betrieb zu Übernehmen.

Seit dem Jahre 2002 ist Ellen Freese nun die Inhaberin des Gasthauses “Zur alten Schmiede”. Johannes Harms, der leider im Jahre 2005 verstarb, konnte so noch miterleben, wie neben dem regen Zuspruch der Urlaubsgäste, auch weitere örtliche Vereine, Clubs und Organisationen die Gaststäte zu ihrer “Stammkneipe” machten.

Als weiteres Standbein kam bereits vor Jahren das Service-Angebot der “Außer-Haus-Lieferung” hinzu, wobei Ellen Freese und ihr erfahrenes Mitarbeiterteam neben Schnitzel-, Kotelett-, Spießbraten- oder Backschinken-Gerichte für Feiern aller Art, auch komplette Büfetts, zum Beispiel für den Silvesterball im Bensersieler Strandportal ausrichtet.